Einarbeitung in die Einarbeitung – Teil 1: Auswirkungen einer mangelhaften Einarbeitung

So, ich möchte euch nun ein weiteres meiner Spezialthemen näher bringen: Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Ich habe meine Masterarbeit über dieses Thema geschrieben und werde die von mir herausgefundenen Ergebnisse euch nun anhand von einer Beitragsserie zur Verfügung stellen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß dabei!

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Die Einarbeitung von neuem Personal liegt eindeutig in der Verantwortung des Vorgesetzten, also bei euch. Deshalb ist es wichtig, dass ihr versteht und verinnerlicht, warum die Einarbeitung so wichtig ist, was alles zu einem erfolgreichen und gut durchdachten Einarbeitungskonzept gehört und was ihr tun müsst, um ein einheitliches Einarbeitungskonzept in eurem Unternehmen einzuführen.

Die betriebliche Einarbeitung von neuen Mitarbeitern umfasst alle Maßnahmen, die die Mitarbeiter in der Einarbeitungszeit fachlich und sozial unterstützen sollen. Sie kann bei Neueinstellungen, Versetzungen sowie im Vertretungsfall bei Urlaub oder Krankheit wichtig werden. Eine mangelhafte Einführung kann die verschiedensten negativen Auswirkungen haben, sowohl für die Mitarbeiter selbst, als auch für das Unternehmen und auch für euch als Führungskräfte und euer Team.

  • Besonders die sogenannte Frühfluktuation neuer Mitarbeiter stellt ein großes Problem für die Unternehmen dar. Gerade während der Einarbeitungzeit bilden sich die neuen Mitarbeiter eine Meinung über ihre neue Arbeit: die Aufgaben, die Kollegen, den Vorgesetzten, das Unternehmensklima und vieles mehr. Ja, es stimmt, dass das Sprichwort „Der erste Eindruck zählt“ auch hier von enormer Bedeutung ist. Wenn ihr also eure neuen Mitarbeiter halten und nicht innerhalb der Probezeit schon wieder verlieren wollt, müsst ihr an einer systematischen Einarbeitung arbeiten.
  • Ihr als Führungskraft hofft natürlich, dass ihr neue Mitarbeiter so schnell und gut wie möglich einsetzen und mit eigenen Aufgaben betrauen könnt, auch wenn euch wahrscheinlich klar ist, dass dies kaum möglich ist. Denn – sind wir mal ehrlich – ein neuer Mitarbeiter ist nun mal nicht so einsatzfähig wie jemand, der bereits eingearbeitet ist. Die erste Zeit fordert eine hohe Investition von Zeit und somit auch Geld und bestimmt auch ein paar Nerven. Durch gute Einarbeitung kann das Potenzial der Mitarbeiter besser genutzt werden und sie können schneller selsbtändig, eigenverantwortlich und fachgerecht ihre neuen Aufgaben übernehmen und so zum Teamerfolg beitragen.
  • Darüber hinaus solltet ihr euch bewusst sein, dass die schelchte Einarbeitung neuer Mitarbeiter auch zur einer Verschlechterung des Arbeitsklimas und Demotivation eurer anderen Teammitglieder führen kann. Eure anderen Mitarbeiter können so sehr schlecht abschätzen, ob der neue Mitarbeiter fachlich und vor allem auch persönlich in euer Team passt. Ihr als Führungskräfte müsst versuchen, eure Mitarbeiter in die Einarbeitung der Neuen einzubinden und von vorne herein mit offenen Karten spielen. Setzt euch mit den anderen zusammen und informiert sie rechtzeitig über die Einstellung des neuen Kollegen. So haben sie die Chance, sich auf die Tatsache, dass ein neuer Mitarbeiter Teil des Teams wird, einzustellen. Hierzu gehört vor allem, dass sie sich mit der Person an sich, seiner Ausbildung und Erfahrung sowie der daraus resultierenden neuen Aufgabenverteilung und Gruppenkonstellation auseinander setzen.
  • Für die neuen Mitarbeiter kann eine mangelhafte Einarbeitung dazu führen, dass sie sich nicht ausreichend in das Unternehmen generell und vor allem in euer Team integriert fühlen und keine Gelegenheit bekommen, unternehmensinterne Netzwerke aufzubauen. Je nach Persönlichkeit des neuen Mitarbeiters ist dieser Aspekt besonders entscheidend, vor allem bei zurückhaltenden Personen. So wichtig wie es ist, die Kollegen einzubeziehen ist es auch, die neuen Mitarbeiter zu unterstützen und in Diskussionen und Gespräche einzubinden. Und das vielleicht nicht nur während der Arbeitszeit, sondern auch in den Pausen. Niemand ist glücklich und niemand kann gute Arbeit leisten, wenn er sich in seiner Arbeitsumgebung nicht wohl fühlt. Und da spielt das Team wahrscheinlich die zentralste Rolle!

Ich hoffe, euch sind die verschiedenen Aspekte deutlich geworden, die von einer mangelhaften Einarbeitung beeinflusst werden. In meinem nächsten Beitrag zum Thema Einarbeitung werde ich euch die wichtigsten Punkte der Einarbeitung vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn neuer Mitarbeiter näher bringen.

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