Einarbeitung in die Einarbeitung – Teil 4: Maßnahmen erfolgreicher Einarbeitung während der Einarbeitungsphase

Nach dem ersten Arbeitstag beginnt die tatsächliche Einarbeitungsphase mit der fachlichen Einarbeitung am Arbeitsplatz und – was auch nicht zu vernachlässigen ist – die soziale Integration in das Unternehmen und das Team. Wie lang die Einarbeitungsphase tatsächlich dauert, lässt sich nicht genau festlegen. Ihr könnt euch ja sicherlich vorstellen: je nach Anforderung an die Stelle und je nach Stellenbeschreibung kann die Dauer der Einarbeitung extrem variieren. Alles ist jedoch für alle gleich: die Hilfsmittel für euch als Führungskräfte, die euch bei einer erfolgreichen betrieblichen Einarbeitung eurer neuen Mitarbeiter helfen sollen: ein Einarbeitungsplan, ein Mentoring- oder Patenprogramm sowie regelmäßige Feedbackgespräche.

  • Ein Einarbeitungsplan bzw. -programm stellt die wichtigsten Punkte der Einarbeitung in einem zeitlichen Ablauf dar. Wichtig ist, dass ihr hier festlegt, welche Bereiche der neue Mitarbeiter während seiner Einarbeitung in welcher Zeit durchlaufen soll und welcher Mitarbeiter für die jeweiligen Stationen verantwortlich ist. Wichtig für euch ist, dass ihr in den Einarbeitungsplan einbezieht, wie genau die Einarbeitung in eurer Abteilung laufen soll und auch an welchen Kriterien später der Leistungsstand eurer neuen Mitarbeiter gemessen werden soll. Aber auch über die Abteilungsgrenzen hinaus würde ich euch raten, einen Plan zu machen. Um den Umfang der neuen Aufgabe zu verstehen und in den Unternehmenskontext einarbeiten zu können ist es für eure neuen Teammitglieder wichtig, dass sie auch mal in andere Abteilungen reinschnuppern können und von dem Mitarbeitern dort einen kleinen Einblick in deren Aufgaben und Zuständigkeiten zu bekommen.
  • Darüber hinaus würde ich euch ein Paten- oder Mentorensystem empfehlen. Was der Unterschied ist? Paten sind erfahrene Kollegen auf der gleichen Hierarchieebene, die als Bindeglied zwischen den neuen Mitarbeitern und dem Team fungieren und in erster Linie fachliche Unterstützung geben. Ein Mentor hingegen ist meist eine Führungskraft aus einem anderen Unternehmensbereich, die eine ganzheitliche Sicht auf die eigene Aufgabe vermitteln sollen. Was für euch der Vorteil ist? Durch die Übernahme der fachlichen und sozialen Aufgaben entlasten Paten/ Mentoren euch als Führungskräfte bei der Einarbeitung eurer neuen Mitarbieter. Hierzu solltet ihr jedoch eiduetige Zuständigkeiten festlegen, damit es nicht zu Kompetenzkonflikten kommt.
  • Gerade für eure neuen Mitarbeiter wäre es super, wenn ihr während der gesamten Einarbeitungsphase immer wieder Feedbeackgespräche mit ihnen führt. Mögliche Themen hierbei wären zum Beispiel der aktuelle Stand der Einarbeitung sowie der Fortschritt des Einarbeitungsplans. Zusätzlich gebt ihr euren Mitarbeiter ein positives Gefühl, da ihr euch für ihre Angelegenheiten ausreichend Zeit nehmt. Meiner Meinung nach sollten diese Gespräche jedoch nicht nur einseitig stattfinden. Neue Mitarbeiter, die eine unvoreingenommene Sicht auf die neue Arbeit und die Strukturen des Unternehmens haben, können auch euch ein Feedback bezüglich der Durchführung der Einarbeitung geben. Vielleicht könnt ihr daraus noch Verbesserungspotentiale erkennen und für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter beherzigen.

Ich hoffe, ich konnte euch ein paar wichtige und vielleicht auch neue Aspekte für die zukünftige Einarbeitung eurer neuen Mitarbeiter mitgeben. Um zu erkennen, wo bei euch in der Vergangenheit die Defizite lagen, wäre es vielleicht sinnvoll, eure neuesten Mitarbeiter einmal zu fragen, wie die Einarbeitung bei ihnen so abgelaufen ist und wie sie sich dabei gefühlt haben. Ihr könnt daraus nur lernen!

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